Pferdeland Osnabrück – ein Standort für das geplante Kompetenzzentrum?

, 22. April 2010

Im RWE Palazzo, einem futuristischen Skyliner von 32 Metern Durchmesser begrüßte Hausherr und Veranstalter der Pferdesportveranstaltung Horses & Dreams meets Mexiko 2010, Ullrich Kasselmann, am gestrigen Abend zahlreiche Zuschauer. Futuristisch auch das Vorhaben: Mit einem Pferde- Kompetenzzentrum wollen sich die „Macher“ im Landkreis Osnabrück an die Spitze des Reitsports in Deutschland stellen. „Wir wollten aus einem Reitsport Festival ein Label entwickeln“, so Kasselmann zur Entstehungsgeschichte von Horses & Dreams. „Ich denke das ist uns geglückt. Reitsportfans auf der ganzen Welt wissen, was wir zu bieten haben. Wir wollen diesen Standort als „Leuchtturm“ des Landkreises Osnabrück festigen bzw. weiterentwickeln, um die Wertschöpfung noch mehr zu nutzen“, so Kasselmann zu seinem Vorhaben. Das Vier-Millionen-Projekt ist Zukunftsaufgabe und Leuchtturm-Vorhaben, aber alles andere als ein Luftschloss. Ein Standort für das Vorzeige-Zentrum steht noch nicht fest – obwohl bis jetzt vieles auf die „Pferdehauptstadt“ des Osnabrücker Landes hindeutet. Mit 6.781 Pferden verfügt der Landkreis Osnabrück über den größten Pferdebestand in Niedersachsen. „Osnabrück ist nicht nur ein Standort mit Tradition, hier bündelt sich mit Pferdeexperten, Spitzensportlern, Ausbildern, Züchtern und Veranstaltern geballte Kompetenz rund um das Thema Reitsport“, argumentiert Peter Herrmann vom Europäischen Tourismusinstitut Trier. „Nicht zu vergessen die Ankumer Performance Sales International, mit einem Umsatz von 12 Mio. im Jahr, die Fachhochschule Osnabrück, die den Faktor Pferd mit Wissenschaft und Bildung kombiniert, und den international frequentierten Pferdekliniken im Sudenhof und in Ankum“. 

 

Wie fruchtbar der Standort in Hagen a.T.W. ist, bestätigte auch der international anerkannte Ausbilder Jürgen Koschel, der über 14 Jahre die Reitanlage in Hamburg Klein Flottbeck gepachtet hatte. „Durch die 30-jährige Freundschaft zu dem Hause Kasselmann kam der Standort Osnabrück ins Gespräch“, so Koschel. „Viele haben uns für verrückt gehalten von Hamburg nach Hagen a.T.W. zu ziehen, doch nach näherer Studie der Umgebung, kam es immer mehr in Frage. Alles was wir brauchen für unseren Pferdesport ist hier vorhanden. Wir haben hier eine wunderschöne Anlage gebaut, fühlen uns unglaublich wohl hier und können unseren Sport super ausüben“.

 

Auf vier Säulen soll der Stützpunkt stehen, abgedeckt werden die Kompetenzfelder Wirtschaft, Gesundheit, Tourismus und Wissenschaft. Das Projekt ist eine große Zukunftsaufgabe, bei dem noch viele Punkte zu klären sind.