Horses & Dreams mit Herz für Therapeutisches Reiten
Es gehört zur guten Tradition, dass bei Horses & Dreams auch das Therapeutische Reiten in Szene gesetzt wird. Unterstützt von der Georgsmarienhütte GmbH erlebten rund 350 Besucher in der benachbarten Reithalle der Familie Koschel die ganze Bandbreite des Therapeutischen Reitens. Liebling der Zuschauer: Greta, ein vierjähriges Mädchen, das am sogenannten Prader-Willi-Syndrom leidet. Dieser Gendefekt verhindert eine altersgemäße motorische und geistige Entwicklung und führt zu Muskelschwäche. In der Hippotherapie kann Greta ihr Gleichgewicht fördern, den Rumpf stabilisieren und Selbstvertrauen aufbauen.
Lustig und musikalisch ging es in der heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd zu. Kinder aus verschiedenen Einrichtungen in Lengerich, Warmentautal und Bielefeld zeigten in bunten Bildern, wie junge Menschen mit geistigen, körperlichen und sozialen Defiziten eine intensive Beziehung zu ihrem Partner Pferd aufbauen und in der Gruppe Ängste abbauen. Dass körperliche Handicaps nicht an Höchstleistungen im Sattel hindern, machen die Paralympics stets eindrucksvoll deutlich. Bei Horses & Dreams meets Italy ließen zwei Athletinnen die Zuschauer staunen: Die Darmstädterin Claudia Schmidt, seit einem Reitunfall einseitig querschnittsgelähmt, präsentierte auf einem bis zum Grand Prix ausgebildeten Wallach Dressurlektionen der schwersten Klasse, ihre Kameradin Karen Schnor aus Plön, der von Geburt an ein Unterarm fehlt, stellte einen Friesen in Piaffe und Passage vor.
Vom Programm beeindruckt, dankte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen, der mit einigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft dem Therapeutischen Reiten einen Besuch abstattete, den Organisatoren und der Georgsmarienhütte GmbH.


